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WIESO WACHT UNSER BABY NACH 30 MINUTEN WIEDER AUF?

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Endlich ist unser Baby eingeschlafen.

Nun ein paar Dinge erledigen und Ausruhen; jetzt nehmen wir uns Zeit für uns, um Kraft zu tanken.

Beine hoch gelegt und schon hört ihr nach 30 Minuten durch das Babyphone Weinen. Aber auch abends nach dem Einschlafen, trotz viel Action wacht euer Baby schon nach 30 Minuten wieder auf und muss erneut beruhigt bzw. in den Schlaf gestillt oder getragen werden.


Eltern suchen verzweifelt nach Antworten auf die Fragen:

"Warum wacht mein Baby nach 30 Minuten auf?" und

"Was kann man dagegen unternehmen?"

Zunächst wäre es wichtig zu verstehen, dass dies keine Schlafstörung ist, sondern viel mehr ein völlig natürlicher und wichtiger Vorgang.

Was passiert also nach 30 Minuten?

Das Kind wechselt aus der Traumschlafphase, in sich das Baby nach dem Einschlafen befindet, in die Tiefschlafphase.

Der menschliche Schlaf ist in Zyklen unterteilt, die sich während der Nacht abwechseln, sie sind also wiederkehrend.

Deshalb kommt es bei einem Säugling während der Nacht auch häufiger zu einem kurzen Erwachen.


Aber Warum ist das so?

Für uns Menschen ist das ein völlig natürlicher Vorgang und sichert damit; gerade einem Säugling, das Überleben. Denn nur in diesem Halbschlaf wird ein Kind sensibel gegenüber jeglichen Veränderungen in seinem nächsten Umfeld. Es muss sich in Sicherheit wissen, um weiterschlafen zu können, dies wird also

"eingeschätzt".

Wenn es sich nicht mehr sicher fühlt, kann es rechtzeitig Alarm geben (und das lautstark), um so sicherzustellen, dass es nicht in einer Gefahrensituation zurückgelassen wird.

Und (in unserer Vergangenheit) von einem wilden Tier aufgefressen wird. Heutzutage kann das natürlich nicht mehr dazu kommen, das weiß nur unser Baby noch nicht..

Es wird auch noch eine Weile dauern, bis es ausreichend Vertrauen hat, um diese Übergänge alleine zu bewältigen. Ziemlich genau drei Jahre. Dann ist laut Wissenschaftler die Schlafentwicklung eines Kindes abgeschlossen.

Was euer Baby ebenfalls verunsichert und "Alarm" schlagen lässt, sind in dieser leichten Wachphase

veränderte Licht- und Temperaturverhältnisse, Hunger, nasse Windel, Veränderte Schlafplatzsituation; dies kann es wahrnehmen...

Wenn das Baby also an einem anderen Ort aufwacht, als an dem es eingeschlafen ist, kann das ziemlich beängstigend auf das Baby wirken; uns ginge es wahrscheinlich nicht anders.

So versucht das Baby also in den „Halb- Wach-Phasen“ die Einschlafsituation wiederherzustellen. Das heißt: ist das Baby beim Stillen eingeschlafen, will es beim Aufwachen wieder gestillt werden, damit es entspannt zurück in den Schlaf finden kann.

Schläft das Kind mit Körperkontakt ein, z. B. auf dem Arm, Händchen haltend, … braucht es das zum weiterschlafen.


Das ist auch schon die Lösung:

Befriedige prompt das Bedürfnis eures Kleinen, so helft ihr eurem Baby in die nächste Schlafphase zu wechseln.

Schafft die selben, für das Baby, sicheren Bedingungen und signalisiert umgehend Anwesenheit!


Durchschlafen bedeutet übrigens nicht, dass euer Baby aufhört in der Nacht wach zu werden.

Vielmehr lernt es in den ersten 3 Lebensjahren selbstständig wieder einzuschlafen, eben diese Übergänge der verschiedenen Schlafzyklen alleine oder nur mit wenig Unterstützung zu bewältigen.

Also: Bedürfnisse prompt beruhigen und sanft wieder in den Schlaf helfen.

So verknüpft euer Baby das Schlafen dauerhaft mit positiven Gefühlen.


Herzlichst,

Stephie von UnserBaby

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